So holen Sie mit automatisierten SMS mehr aus Ihrem Budget heraus
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So holen Sie mit automatisierten SMS mehr aus Ihrem Budget heraus
Stellen Sie sich vor, Ihr Unternehmen startet eine neue SMS-Kampagne, um Nutzer gezielt anzusprechen. Sie versenden beispielsweise eine Marketing-SMS mit 150 Zeichen an 100.000 Nutzer. Sie rechnen damit, dass Ihnen dafür 100.000 Segmente berechnet werden. Doch die Rechnung fällt dreimal so hoch aus wie erwartet. Wie kann das sein? Der Marketingtext enthält Emojis, typografische Anführungszeichen oder andere Sonderzeichen, die zusätzliche Kosten verursachen.
Mit Rich Text und Rich Communications Services können Sie Marketingbotschaften auffälliger gestalten. Wenn Sie jedoch ein kleines Unternehmen mit begrenztem Marketingbudget führen, möchten Sie bei der Abrechnung Ihrer automatisierten SMS-Kampagnen keine böse Überraschung erleben. Und auch in größeren Unternehmen zählt oft jeder Cent. Wie kam es also dazu und wie können Sie das vermeiden? Im Folgenden sehen wir uns die Ursache genauer an und zeigen mögliche Lösungen.
Warum unerwartete SMS-Kosten entstehen
Dass eine SMS schon wegen eines Emojis oder eines typografischen Sonderzeichens mehr kosten kann, hat einen technischen Grund.
Textnachrichten werden mit der GSM-7-Codierung versendet. Bei der Entwicklung von Mobilfunknetzen für alphanumerische Textnachrichten erhielt jedes der 128 Zeichen einen eigenen Zahlenwert für die Übertragung. Diese Zuordnung von Zeichen zu Zahlenwerten nennt man Zeichencodierung.
Doch es gibt einen Haken. Sobald Sie ein Zeichen verwenden, das nicht zum GSM-7-Zeichensatz gehört, wird die gesamte Nachricht mit 16 Bit codiert. Das gilt etwa für Emojis, nicht lateinische Schriftsysteme und typografische Anführungszeichen. Diese Form der Textcodierung heißt UCS-2-Zeichencodierung. Wenn Sie UCS-2 nicht bewusst einsetzen, kann das schnell zum Problem werden.
Durch den Wechsel von GSM-7 zu UCS-2 nimmt jede Nachricht im übertragenen Datenpaket mehr Platz ein. Twilio sendet SMS-Nachrichten in Segmenten (nicht zu verwechseln mit Twilio Segment!). Ein Segment kann mit GSM-7 bis zu 160 Zeichen enthalten, mit UCS-2 dagegen nur 70. Zusätzlich stellt Twilio einen 6 Byte großen User Data Header voran. Dieser teilt dem empfangenden Gerät mit, wie die Nachricht zusammengesetzt werden soll. Damit bleiben für den Nachrichtentext 153 Zeichen bei GSM-7 bzw. 67 Zeichen bei UCS-2. Wenn Nachrichten diese Grenzen überschreiten, können auf der Rechnung unerwartete Kosten entstehen.
Auf diese Zeichen sollten Sie achten
Emojis sind eine mögliche Ursache für dieses Problem. Wenn Sie ein Emoji per SMS senden, wechselt die Codierung automatisch zu UCS-2, da Emojis nicht zum GSM-7-Zeichensatz gehören. Bei Emojis fällt das meist schnell auf. Es gibt jedoch auch weniger offensichtliche Zeichen, die die Codierung einer SMS verändern können, zum Beispiel:
Typografische Anführungszeichen und Apostrophe: Beim Kopieren und Einfügen aus Google Docs kann genau dieses Problem auftreten. Typografische Anführungszeichen sind zum Text hin geschwungen und gelten als nicht standardmäßige Zeichen. Dasselbe gilt für typografische Apostrophe. Sie können diese Zeichen aus Ihren Nachrichten entfernen, ohne dass Ihre Kunden etwas davon merken. Vergessen Sie das, macht sich der Unterschied jedoch auf der Rechnung bemerkbar.
Gedankenstriche: Auch ein Gedankenstrich (–), der inzwischen häufig in KI-generierten Texten vorkommt, kann bei SMS zum Problem werden. Solche Zeichen geraten schnell unbemerkt in den Text, denn moderne Schreibtools und KI-Systeme setzen sie häufig automatisch. Wenn Sie stattdessen einen einfachen Bindestrich verwenden, bleibt mehr Platz für den eigentlichen Nachrichtentext.
Akzentzeichen: Bei Akzentzeichen kommt es auf den Einzelfall an. In Nachrichten in anderen Sprachen als Englisch kommen sie häufiger vor. Einige, etwa é, gehören zum GSM-7-Zeichensatz. Andere, wie â, können dagegen den Wechsel zu UCS-2 auslösen. Sie sind nicht sicher, ob ein bestimmtes Sonderzeichen von GSM-7 unterstützt wird? Dann sehen Sie in der Twilio-Dokumentation in der GSM-7-Zeichentabelle nach.
So lösen Sie das Problem mit Twilio-Tools
Jetzt wissen Sie, wo das Problem liegt. Wie können Sie es also künftig vermeiden?
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Ihre Nachrichten vorab auf GSM-7-Kompatibilität zu prüfen und so die Kosten im Rahmen zu halten.
Am einfachsten prüfen Sie Ihre Nachricht vor dem Versand mit dem Twilio Messaging Segment Calculator. Prüfen Sie Ihren Text, bevor Sie auf Send klicken. So sehen Sie, wie viele Segmente die Nachricht tatsächlich benötigt.
Hier sehen Sie zunächst eine reine Text-SMS. Das zweite Beispiel zeigt, wie schon einige Emojis die Codierung der Nachricht verändern:
Mit Smart Encoding bietet Twilio eine Funktion, die Sie für Ihre SMS ein- und ausschalten können.
Smart Encoding ersetzt typografische Anführungszeichen und andere potenziell problematische Zeichen automatisch durch entsprechende GSM-7-Zeichen. Sie können die Funktion immer dann nutzen, wenn Sie Textnachrichten mit den automatisierten SMS-Funktionen von Twilio versenden. Auf den Screenshots des Messaging Segment Calculators sehen Sie den Schalter für Smart Encoding.
Emojis lässt die Funktion unverändert, andere potenziell problematische Zeichen ersetzt sie jedoch. An einem dieser leicht zu übersehenden Zeichen sehen Sie, wie die Option in der Praxis funktioniert.
Ohne Smart Encoding:
Dieselbe Nachricht mit aktiviertem Smart Encoding:
Die Nachricht sieht gleich aus, die Segmentlänge unterscheidet sich jedoch deutlich.
Wenn Sie Smart Encoding für Ihren Twilio Messaging Service aktivieren möchten, suchen Sie im Twilio-Dashboard danach. Erstellen Sie zunächst einen Messaging Service. Öffnen Sie anschließend die Content Settings, wie im Screenshot unten gezeigt. Stellen Sie dort den Schalter Smart Encoding auf On.
Programmgesteuerte Lösung
Vielleicht möchten Sie problematische Zeichen lieber direkt in Ihrem Programm behandeln, statt sich vollständig auf Ihren Messaging Service zu verlassen. Dafür gibt es bei automatisierten SMS zwei sinnvolle Ansätze: Dafür gibt es bei automatisierten SMS zwei sinnvolle Ansätze: problematische Zeichen durch günstigere Alternativen ersetzen oder die voraussichtlichen Kosten vorab berechnen und Nutzer entsprechend warnen.
Methode zur GSM-7-Bereinigung
Diese Art der Bereinigung folgt einem klassischen Prinzip der defensiven Programmierung. Wenn Sie mit .NET 10 arbeiten, können Sie Funktionen aus C# 14 wie ReadOnlySpan<char> und leistungsfähige String Builder nutzen, um die Verarbeitung effizient zu halten. Wenn Sie eine andere Programmiersprache verwenden, können Sie sich an diesen Grundprinzipien und Ansätzen orientieren und prüfen, wie sie sich auf Ihr Projekt übertragen lassen.
Hier sehen Sie eine Beispielmethode, die Sie in Ihren Programmen verwenden können. Die Methode sucht nach häufigen Zeichen, die die Kosten in die Höhe treiben können, und ersetzt sie durch entsprechende GSM-7-Zeichen.
Sie können diese Methode direkt in Ihren Webhook- oder Campaign-Controller integrieren.
Logik für die Segmentzählung
Wenn Sie Nutzer vor dem Senden warnen möchten, müssen Sie erkennen, ob die Nachricht zu UCS-2 wechselt. Dazu müssen Sie einen eigenen Rechner erstellen, ähnlich dem von Twilio. Dieser prüft mithilfe von Regex auf Sonderzeichen.
Beachten Sie dabei folgende Grenzwerte:
- GSM-7: 160 Zeichen bei einem Segment, 153 Zeichen bei zwei oder mehr Segmenten (7 Zeichen werden für die Segment-Header benötigt).
- UCS-2: 70 Zeichen bei einem Segment, 67 Zeichen bei zwei oder mehr Segmenten (3 Zeichen werden für die Header benötigt).
Die oben gezeigte Methode verwendet einen negierten Regex. Sie sucht also nach allen Zeichen, die nicht im markierten zulässigen Bereich liegen. So erkennen Sie, ob die Nachricht Zeichen außerhalb des zulässigen Zeichensatzes enthält. Im Zweifel prüfen Sie lieber zweimal, bevor Sie die Nachricht senden. So können Sie eine böse Überraschung auf der Rechnung vermeiden.
Die Methoden dienen lediglich als Beispiele und müssen noch in Ihren Technologie-Stack integriert werden. Sie funktionieren in einer .NET Console App, einer Web API oder im Back-End eines Flex Plugins. Die internen Tools von Twilio eignen sich für die meisten Anwendungen. Ein eigener programmatischer Ansatz gibt Ihnen jedoch mehr Kontrolle über die Ausgabe, wenn Sie diese benötigen.
Fazit
Gute Texte sind prägnant. Und günstige Texte sind GSM-7-kompatibel. Jetzt wissen Sie, wie sich die verwendeten Zeichen auf die Zahl der versendeten Segmente auswirken. So können Sie bei Ihren SMS Kosten sparen und Ihre Kampagne mit einem guten Gefühl starten.
Wenn Sie weitere Tipps zu automatisierten SMS suchen oder mehr über SMS-Marketing erfahren möchten, finden Sie im Twilio-Blog weitere hilfreiche Beiträge:
- Twilio SMS-Marketing für Einsteiger
- SMS-Marketing im großen Rahmen: Was dahintersteckt und wie Sie damit starten
- SMS-Compliance in den USA: Was Marketingfachleute wissen sollten
Lassen Sie uns gemeinsam etwas Großartiges entwickeln!
Amanda Lange ist .NET Engineer und erstellt technische Inhalte. Sie zeigt Ihnen, wie Sie mit C# und .NET großartige Anwendungen entwickeln. Sie erreichen sie unter amlange [at] twilio.com.
- Sonderzeichen in SMS können höhere Kosten verursachen, wenn dadurch von der GSM-7- auf die UCS-2-Codierung gewechselt wird.
- Häufige Ursachen sind Emojis, typografische Anführungszeichen, lange Gedankenstriche und bestimmte Buchstaben mit Akzentzeichen.
- Twilio-Tools wie der Messaging Segment Calculator und Smart Encoding können Ihnen helfen, beim SMS-Versand Kosten zu sparen.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI erstellt.
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